Donnerstag, 30. Oktober 2014

what a beautiful day :3

Direkt als ich aufwachte, erinnerte ich mich an meinen Plan. Aß schnell einen Toast zum Frühstück, dann den mega-geilen Obstteller, den meine Mama mir bereitete. 


Dann machte ich mich fertig und um 12:30 ging ich ungefähr los. War um 12:45 angekommen. Ich suchte mir ein sicheres Versteck hinter einem Fahrzeug, wo ich guten Blick auf die Straße hatte


Als es wieder anfing zu regnen, stellte ich mich unter einem Vordach unter. Es ging auf die 13 Uhr zu und mein Herz begann immer schneller zu schlagen. Ich war aufgeregt und sagte immer nur "Oh Gott" vor mich hin. Es wurde viertel nach eins. Mir war inzwischen sehr kalt. Es wurde halb zwei. Ich hatte sein Auto fest im Blick. Es wurde viertel vor zwei. Mir war so kalt, dass ich begann, auf der Stelle zu gehen, damit meine Füße nicht einfroren. Es wurde zwei Uhr. Ich spielte kurz mit dem Gedanken, wegzugehen. Dann schaute ich nochmal auf Facebook. Schock - In einem Kommentar schrieb er, dass er bis Mitte November weg bleiben würde ! "Okay, du bleibst hier stehen, egal, wie lange es dauert !" Es war ein paar Minuten nach zwei, als er schließlich die Straße überquerte. 'Lauf.' dachte ich, aber ich kam kaum voran. Meine Füße waren taub. Als ich dann an seinem Auto ankam, stand er gerade am Kofferraum. "Hallo, hallo." sagte ich. Er drehte sich erstmal um. "Ach, hey." Wir umarmten uns. "Na, alles gut ?" fragte ich ihn. Wir unterhielten uns ein bisschen. Er fragte, wie mein Praktikum sei. "Gut." sagte ich. Ich erzählte ihm, was heute anstand und er fragte, ob es mir noch Spaß mache. Auf jeden Fall, habe ich gesagt. Er sagte, dass er gerade auf dem Weg sei und, dass er ein bisschen spät dran sei. Ich war drauf und dran zu sagen "Ich weiß.", habe es mir dann aber doch verklemmt. "Wie lange bleibst du denn ?" "Bis 17. November, ungefähr." antwortete er. Ich sagte noch, dass ich auf dem Weg zur Stadt sei und zwei Pakete abgeben müsse. Er ging um sein Auto, um einzusteigen. Er war ja spät dran. Also ließ ich ihn fahren und wünschte ihm noch eine gute Fahrt. Wir haben glaube ich zwei oder drei Minuten lang geredet, aber es hat mich so glücklich gemacht. Ich musste ihn unbedingt nochmal sehen. Ich habe ihn sowieso total vermisst. Und jetzt, wo ich auch noch wusste, dass er so lange weg sein wird... Es hat sich so gelohnt, eineinhalb Stunden im Regen und in der Kälte zu stehen. Ja, es hat sich gelohnt, für diese zwei Minuten. Ich bin so glücklich, weil ich immer glücklich bin, wenn ich bei ihm bin, aber gleichzeitig bin ich auch so traurig. "Bis 17. November, ungefähr." Ich zerbreche mir den Kopf darüber, wie ich das überstehen soll. Ich überlege hin und her, aber es fällt mir einfach kein Weg ein. Ich brauche ihn. Oder zumindest die Gewissheit, dass er nur 1,3 km von mir entfernt ist. Das werden drei schlaflose Wochen. Drei Wochen ohne ihn und drei Wochen ohne überhaupt die Chance zu haben, ihm zu begegnen. So habe ich schon gar keine Lust, zur Arbeit zu gehen. Wenn ich eh schon weiß, dass er nicht da sein wird. :( Ich würde so gerne jetzt bei ihm sein. Weil er mir einfach gut tut..

Danach war ich allerdings erstmal glücklich, weil mein Plan aufgegangen ist und weil das Warten sich gelohnt hatte. Ich war in der Stadt, kaufte mir eine neue Shirtjacke. :) Als ich nach Hause kam, habe ich bei meiner Oma Mittag gegessen. 



Danach bin ich zur Arbeit gefahren. Um 16 Uhr. Wir mussten das Bühnenbild aufbauen. Es hat so lange gedauert. :/ Ich war um 22:30 zuhause und zum Abendbrot gab es auch nur einen halben Apfel, erstens, weil es schon so spät war und zweitens, weil mein Mittagessen fettig genug war. :3
Jetzt sitze ich hier, mit meinem Handy in der rechten Hand, meinem Tee in der linken. Und alles, woran ich denken kann, ist: "Wie soll ich das überstehen ? Kannst du nicht einfach hier sein ? Ich vermisse dich so sehr. Wo bist du nur ? Wieso bist du so weit weg ?"

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