Mittwoch, 19. Februar 2014

Neuanfang oder Untergang ?

Omg, gerade ruft mich meine Freundin an und erzählt mir, dass sie mit ihrem Typi rumgemacht hat. Meine Reaktion:

OMG, kraaaaaaass, ich bin so stolz auf dich, wie hast du das denn geschafft ? 😂

Ich meine, ich will nichts überstürzen, aber ihr Erfolgsrezept wüsste ich schon gerne.. Nach alle dem hat sie mir erzählt, was sie so über mich reden: Ich hätte ihn angeschmachtet. Ich bitte euch. Klar hab ich ihn angeguckt. Drei mal oder so. Okay, vielleicht auch fünf mal, ich gebs zu. Aber ist das nicht normal, dass man jemanden anguckt, wenn man mit ihm in einem Raum sitzt ? Nur, weil er der einzige war, der auch zurück geguckt hat ? Und was hätte ich dann machen sollen ? Weggucken ? Eher nicht. Also habe ich gelächelt. Außerdem musste ich auch lächeln. Ich meine, bei jemandem, der SO gut aussieht, kann man einfach nicht anders. Wie dem auch sei. Find ich schon bisschen kacke, dass ihr jetzt darüber sprecht, dass ich an ihm interessiert sei. :D Ich meine, ihr habt ja recht, denn wenn ich nicht daran interessiert wäre, ihn kennenzulernen, hätte ich ihn vermutlich nicht geaddet und erst recht nicht angeschrieben, von daher war es vielleicht eh klar. Aber dieses offensichtliche drüber sprechen und das Wort angeschmachtet, das ist es, was mich stört. Naja. Jetzt steh ich schon wieder im nichts. Denn wenn man immer wieder auf die Schnauze fällt, hat man irgendwann keinen Bock mehr, aufzustehen. Ich habe genau zwei Möglichkeiten. Eins: Ich nehme die Herausforderung an, versuche, mich möglichst gut zu präsentieren. Das würde allerdings bedeuten, dass das Streben nach Perfektion wieder anfängt. Dieser ständige Wille, jemand anderes oder am besten alle anderen zu übertrumpfen. Dafür müsste ich diszipliniert sein, aufhören, mich selbst zu verletzen, ein bisschen abnehmen. Zwei: Ich gebe auf, sage, das ist mir zu viel, zu riskant, was auch immer. Dann sitze ich die nächsten Abende in meinem Bett und ritze mich. Wahrscheinlich. Ungewiss, was dann aus mir wird..
Ich will mir keine falschen Hoffnungen machen. Aber wer nicht kämpft, hat schon verloren. Sie muss sich ins Zeug legen, haben sie gesagt. Und das kann ich doch gut, oder ? Wenn ich dann verliere, ist es natürlich eine Niederlage. Auf die Schnauze gefallen Nummer xx. Aber was bleibt mir denn anderes übrig ? Ich bin dieses undisziplinierte vor-sich-hinleben auch langsam leid. Klar wird es schwer, ich muss immerhin nebenbei mein Abi machen. Aber ich hab doch eine realistische Chance, oder nicht ? Wäre es naiv, das zu glauben ? Hilfe. Ich muss es versuchen. Allein mein Optimismus lässt mir gar keine Wahl. Ich werde nicht aufgeben, bevor ich nicht alles probiert habe. Das ist die Devise. Und was sich dann ergibt, werden wir sehen. Vielleicht ist es ja sogar gut. Keine Ahnung. 

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