Montag, 24. März 2014

Ich tue alles auf der Welt, sag mir nur, ob es sich lohnt.

Das habe ich die letzten Tage lang gedacht. Nachdem ich den Schock von Freitag Nacht verarbeitet hatte, versteht sich. Denn jetzt weiß ich, was ich will. Und ich bin nicht so ein Mensch, der sofort aufgibt, wenn es kompliziert wird. Ich bin eher der Typ, der sich alles schön redet, egal, wie schlecht die Situation auch ist. Klar stehe ich manchmal vor dem Spiegel und weine, wenn ich alleine bin, weil mir manchmal auffällt, wie schlecht die Lage ist, aber im Endeffekt stehe ich wieder auf und sage mir: Was, wenn vielleicht noch nicht alles verloren ist ? Ich weiß, es wird nicht einfach, aber ich werde kämpfen. I'd rather have a problem than nothing at all..

Ich befinde mich mal wieder in dieser Alles-oder-Nichts-Situation. Lasst es mich euch erklären. Es fängt an mit: Du bist unglücklich. Dann begegnet dir jemand, der alles besser macht. Alles schaukelt sich langsam hoch, du bist fast sowas wie glücklich. Auf einmal kommt diese Entscheidung. Entweder Alles oder Nichts. Aber alles deutet aus Nichts. Und das würde bedeuten, dass ich schonmal anfangen könnte, mein Grab auszuheben. Aber mein gottverdammter Optimismus treibt mich immer dazu, weiterzukämpfen, obwohl ich weiß, dass die Entscheidung wahrscheinlich längst gefallen ist, und zwar gegen mich.
Der Grund, warum ich trotzdem nicht aufgebe,  ist nicht, dass ich denke, dass heute der Tag wird. Der Grund, warum ich jeden Tag aufs Neue kämpfe, ist, dass ich glaube, dass ich vielleicht irgendwann dafür belohnt werde, wenn ich nicht aufgebe. Heute zum Beispiel hat er mir geschrieben, dass er zu einem Kumpel fahren wird. Also habe ich mich schnell fertig gemacht und bin rausgegangen. Nicht, weil ich dachte, dass ich ihn heute sehen würde, sondern, weil ich ihn vielleicht irgendwann sehe, wenn ich es immer wieder probiere. Natürlich habe ich ihn nicht gesehen. Habe den Bus verpasst. 😑 3 Minuten waren es heute. Beim letzten Mal warens 8. Wenn ich so weiter mache, bin ich nächstes Mal sogar pünktlich ! :-D ...oder ich sollte mir einfach angewöhnen, vorher den Fahrplan zu lesen. Lieber wäre ich mit nassen Haaren und im T-Shirt rausgerannt, als zu spät zu sein.

Naja. Hinterher hat sich herausgestellt, dass er weder in dem von mir verpassten Bus saß, noch in dem, auf den ich dann eine halbe Stunde gewartet habe. 😑 Vielleicht sollte ich einfach damit aufhören.. 😕
Danach war ich dann noch eine Weile Schaukeln. Es war zwar kalt, aber ich habe ein bisschen nachgedacht. Eigentlich war es mir von Anfang klar, dass es so enden könnte, beziehungsweise dass es schief gehen könnte. Ich habe von Anfang an gesagt, das ist mein letzter Versuch. Aber ich versuchte es trotzdem. Jetzt steh ich hier, kann nichts deuten, bald ist meine Kraft zuende. Mit jedem Abend, den ich alleine in meinem Bett liege, geht mir etwas Kraft verloren. Diese Kraft, die ich brauche, zum neu anfangen. Aber dafür ist es zu wenig... Ich habe gewusst, dass ich dieses Werk nie beenden werde. Und ich habe trotzdem angefangen. Du kämpfst, auch wenn es sinnlos ist.
Heute auf dem Spielplatz konnte ich die Sterne sehen und erinnerte mich an Mittwoch, als ich dort war und ihm geschrieben habe: "Am schönsten ist es hier im Spätsommer oder im Herbst, wenn die Nächte wieder kühler werden und man die Sterne funkeln sehen kann. 💜" ..worauf meine Freundin nur sagte: "Gott, bist du schwul." Allerdings habe ich mir heute die Sterne angesehen. Alles war so friedlich. Es ist so eine schöne Nacht, es wäre eine Schande, wenn wir sie nicht genießen. <3

Jetzt lieg ich im Bett, bin hin und hergerissen, zwischen Schlafen und Wach bleiben. Ich vermisse ihn !! Jesus. Wie geht das ? Ich nehm' mein Auto und fahr zu dir. 🚗 töff töff.

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